Wann wird von einem Motorschaden gesprochen?

Wann wird von einem Motorschaden gesprochen?

Von einem Motorschaden wird gesprochen, wenn der Motor in seiner Funktion (das Fahrzeug anzutreiben) eingeschränkt ist oder diese nicht mehr erfüllt. Hier sind verschiedene Faktoren als Ursache möglich. Unterschieden wird zwischen Schäden die unmittelbar am Motor oder dessen Bestandteilen auftreten und Schäden, welche durch fehlerhafte Komponenten verursacht werden.

GetriebeWährend des Betriebs treten in dem Verbrennungsmotor hohe thermische und mechanische Belastungen auf. Dabei kann es passieren, dass die Schmierung von beweglichen Teilen nur noch unzureichend erfolgt. Folglich kommt es zu einer erhöhten Reibung, welche wiederum zu vermehrten Antrieb und höheren Betriebstemperaturen führt. Diese Belastungen führen zu Schäden an Ventilen, Lagern und Kolbenringen, wobei der Motor an Leistung verliert und nach einiger Zeit überhaupt nicht mehr funktioniert. Ein Motorschaden erfordert hohe Instandsetzungskosten, die sich jedoch oft nur bei hochwertigen Motoren lohnen. Oftmals ist der Austausch des Motors günstiger.

Schäden durch fehlerhafte Komponenten können ebenfalls durch Überhitzung entstehen. Dazu zählen Schäden an der Kühlwasserpumpe oder dem Motorkühler. Zu Spannungsschäden an der Bordelektrik können Schäden an der Lichtmaschine führen. Folglich kann es sogar zu einer Fehlfunktion des Steuergeräts kommen. Diese macht sich mit Fehlzündungen oder einer fehlerhaften Kraftstoffeinspritzung bemerkbar. Werden diese Fehler nicht rechtzeitig behoben, können auf lange Sicht gesehen ebenfalls Schäden am Motor entstehen.

Ein defekter Luftfilter kann ebenfalls ein großes Problem darstellen. Hier kann die angesaugte Luft nicht mehr richtig gefiltert werden, wobei Staubpartikel und Nässe in die Brennräume der Zylinder gelangen. Dabei wird der Verbrennungsprozess beeinträchtigt und eine Korrosion im Inneres des Motors bewirkt.

Zu den häufigsten Ursachen eines Motorschadens zählt auch ein ausgedehnter oder gerissener Zahnriemen. Im Normalfall ist der Zahnriemen für die Kraftübertragung von der Kurbelwelle auf die Nockenwelle zuständig. Die Nockenwelle steuert anschließend die Ventile des Motors. Liegt ein gerissener Zahnriemen vor, kann diese Ventilsteuerung nicht mehr funktionieren. Folglich kollidieren die Kolben mit den geöffneten Ventilen und es kommt ebenfalls zu einem Motorschaden.