Die Abgasuntersuchung

Seit etwas 30 Jahren müssen die Halter von Kraftfahrzeugen regelmäßig zur Abgasuntersuchung. Diese hieß zunächst "Abgassonderuntersuchung" und war nur für Fahrzeuge mit Benzinmotor vorgeschrieben. Sie wird heute als "Untersuchung des Motormanagements sowie Abgasreinigungssystems" bezeichnet und nennt sich umgangssprachlich "AU". Sie wurde 1993 von der Abgassonderuntersuchung (ASU) zur AU umgewandelt und ist seit 2010 Bestandteil der Hauptuntersuchung. Gleichzeitig erfolgte die Abschaffung der sechseckigen Plakette, welche Haltern von Kraftfahrzeugen nach bestandener Abgasuntersuchung an das vordere Kennzeichen geklebt wurden.

AbgasuntersuchungDurch die Abgasuntersuchung wird überprüft, ob die Abgaswerte eines Kraftfahrzeuges noch den gesetzlichen Bestimmungen des § 47 a der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) entsprechen. Da sich Abgaswerte eines Fahrzeuges verschlechtern können, muss sie, genauso wie der TÜV, in bestimmten Abständen erneuert werden.

Bei privaten Kraftfahrzeugen und Motorrädern muss die Untersuchung alle zwei Jahre gemacht werden. Ausnahmen existieren für Fahrzeuge, die zum ersten Mal zum Straßenverkehr zugelassen werden. Neufahrzeuge müssen erst nach 36 Monaten zu ihrer ersten Abgasuntersuchung. Das Gesetz sieht für Fahrzeuge, die als Taxi oder Mietwagen verwendet werden, eine jährliche Überprüfung vor. Ebenfalls müssen Nutzfahrzeuge, wie Busse oder Lkw ebenfalls alle zwölf Monate zur Abgasuntersuchung.

Von einer Untersuchung sind land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen und Kraftfahrzeuge mit Versicherungskennzeichen befreit. Ausgenommen sind ebenfalls Fahrzeuge, die über einen Fremdzünder verfügen oder weniger als vier Räder besitzen und ein Gesamtgewicht von 400 Kilo nicht überschreiben. Diese Fahrzeuge dürfen allerdings auch nicht schneller als 50 Kilometer pro Stunde fahren, es sei denn, sie verfügen über eine Erstzulassung, die vor dem 1. Juli 1969 liegt. Eine Ausnahme gibt es auch für Dieselfahrzeuge mit weniger als vier Rädern, welche eine Höchstgeschwindigkeit von 25 Kilometern pro Stunde nicht überschreiten oder die vor dem 1. Januar 1977 in Betrieb genommen wurden.

Zwischenzeitlich hat die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkks) bemängelt, dass die Prüforganisationen, wie der TÜV oder die DEKRA Messgeräte verwenden, die nicht mehr den Anforderungen und dem Stand der Technik entsprechen. Dadurch sei eine Zuverlässigkeit der Abgasuntersuchung nicht mehr sichergestellt. Jedoch behaupten die Prüfgesellschaften übereinstimmend, dass die von ihnen eingesetzten Messgeräte "kalibriert, geeicht oder stückgeprüft" sind.

Derzeit erfolgt für alle nach dem 1. Januar 2016 zugelassenen Kraftfahrzeuge die Auslesung der elektronischen Fehlerspeicher des On-Board-Diagnose-Systems. Auf eine Messung am Endrohr wird verzichtet. Aus dem Bundesverkehrsministerium war zu hören, dass Mitte 2017 wieder die Einführung der Endrohrmessung geplant sei. Dadurch müssen die Abgase wieder im Rahmen einer Hauptuntersuchung durch eine Sonde unmittelbar am Auspuffrohr überprüft werden.

Tachomanipulation: jeder dritte Gebrauchtwagen vermutlich betroffen

Tachomanipulation: jeder dritte Gebrauchtwagen vermutlich betroffen

Gebrauchtwagen lohnen sich, doch beim Blick auf den Tacho zweifeln viele Kaufinteressierte. Stimmen die tatsächlich zurückgelegten Kilometer mit dem Tachostand überein? Nur allzu oft liegt der Verdacht des Betrugs nah. Den Übeltätern auf die Schliche zu kommen ist nicht leicht, denn Politik und Behörden stellen sich quer.

TachometerViele Käufer vermuten bereits, dass der Tachostand des erstrebten Gebrauchtwagens manipuliert wurde. Oft fehlen jedoch handfeste Beweise. Gängige Praxis: Unseriöse Autoverkäufer drehen den Kilometerstand herunter, um den Wert eines Fahrzeugs zu steigern. Je weniger ein Auto fuhr, umso höher fällt der Gewinn aus. Die Angaben auf dem Tacho entsprechen häufig nicht den tatsächlich zurückgelegten Kilometern.

Auch Otto-normal-Verkäufer können problemlos den Kilometerstand verfälschen – sei es beim kleinen Gebrauchten aus dem Internet oder bei einer Luxuslimousine. Die Prozedur dauert oft nur wenige Sekunden. Bei mechanischen Tachos lässt sich die Walze mithilfe einer Bohrmaschine zurücksetzen. Durch einen Computer, der entsprechenden Spezialsoftware und wenigen Klicks sind auch LCD-Tachos nicht vor Manipulationen gefeit. Das geht bei fast jedem Fahrzeugmodell. Laut DEKRA und ADAC müssen bei jedem dritten Gebrauchtwagen die Tachostände infrage gestellt werden.

Amtlich anerkannte Fahrzeugbiografien könnten Tricksern ins betrügerische Handwerk pfuschen. Würden Tachostände neben Wartungs- und Reparaturarbeiten in Fahrzeugbriefe wie auch in Fahrzeugscheine eingetragen, ließen sich gefahrene Kilometer leichter bemessen. In einigen europäischen Ländern ist diese Methode bereits Praxis. So wurde in Belgien etwa der Car Pass eingeführt. Potenziellen Käufern müssen die behördlichen Dokumente stets vorgelegt werden. Sie enthalten eine umfassende Kilometerstandshistorie, die bei Wiederverkäufen und Inspektionen aktualisiert wird. Darüber hinaus sind alle Kilometerdaten in einer zentralen Datenbank erfasst. So gingen in den letzten Jahren die Betrugsdelikte erheblich zurück. Einen kommerziellen Weg gehen die USA. Zulassungs-, Unfall- und Reparaturdaten von Fahrzeugen sowie die dazugehörigen Kilometerstände sammelt das private Unternehmen Carfax. Die zentrale Datenbank bietet Käufern die Möglichkeit, sich über Tachostände von Gebrauchtwagen zu informieren. Dies geschieht unkompliziert über das Internet, sofern die Fahrgestellnummern vorliegen.

Derzeit ist in Deutschland die Einführung von amtlichen Fahrzeugbiografien nicht geplant. Der Grund liegt in den bestehenden Datenschutzrichtlinien. Fahrzeugidentifikationsnummern dürfen nicht an Dritte weitergegeben oder verkauft werden. Automobilklubs und Sachverständige fordern daher, die aktuelle Gesetzgebung zu überdenken. Der Autokauf bleibt Vertrauenssache. Auch wenn seriöse Verkäufer auf freiwilliger Basis Kilometerstände akribisch genau festhalten, so bleiben doch Zweifel.

Informationen aus der Automobilwelt

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Die Abgasuntersuchung

zufriedene KundenKFZ Sachverständiger einschalten oder nicht.

Wann spricht man von einem Motorschaden. 

Tachomanipulation jedes 3. Auto ist betroffen.

Wann und warum sollte ich einen KFZ Sachverständigen einschalten.

KFZ-Sachverständiger einschalten oder nicht?



Wer in einen Verkehrsunfall verwickelt wurde, steht oft vor der Frage, ob ein KFZ-Sachverständiger hinzugezogen werden soll oder nicht. Viele sind der Meinung, dass der Kostenvoranschlag einer Werkstatt vollkommen ausreichend ist, doch dem ist nicht so. Der Kostenvoranschlag beziffert nur die zu erwartenden KFZ SachverständigerReparaturkosten und sagt nichts über den Wertverlust des Fahrzeuges aus. Ein Unfallfahrzeug verliert immer trotz Reparatur an Wert. Wer also den Verkehrsunfall nicht verschuldet hat, ist gut beraten einen KFZ-Sachverständigen einzuschalten, denn in diesem Fall hat man das Recht die wirtschaftlichen Verluste einzufordern.

Wenn es um Verkehrsunfälle geht, steht an erster Stelle die Klärung der Schuldfrage. Der Schuldige (bzw. dessen Versicherung) ist zur Begleichung des Schadens der gegnerischen Partei verpflichtet und keine Versicherung macht dies gerne. Deswegen entsenden Versicherungen gerne selbst KFZ-Sachverständige, welche ausschließlich für diese Versicherung tätig sind. Ihre Aufgabe ist es Schäden herunter zu spielen oder die Schuld der gegnerischen Partei unterzuschieben. Auf dieses Angebot einer gegnerischen Versicherung sollte man keinesfalls eingehen, da diese Sachverständigen nicht unabhängig sind.

Wer in einen Verkehrsunfall verwickelt wurde, und nicht schuld hat, sollte unbedingt einen KFZ-Sachverständigen hinzuziehen. Eine Werkstatt kann zwar einen Kostenvoranschlag über die zu erwartenden Reparaturkosten erstellen, doch dieser ist nicht bindend und hat vor Gericht keine Beweiskraft. Weiter wird eine Werkstatt in den meisten Fällen den Kostenvoranschlag erstellen, da sie von Reparaturen leben. Sollte ein wirtschaftlicher Totalschaden vorliegen (wenn die Reparaturkosten den Wert des Fahrzeuges übersteigen), wird die Werkstatt trotzdem einen Kostenvoranschlag erstellen. Ein KFZ-Sachverständiger hingegen sieht auch versteckte Mängel, die Folge eines Unfalls sein können und sein Bescheid wird vom Gericht anerkannt und berücksichtigt. Er weiß, wie hoch die Reparaturkosten sein werden und ob diese den Wert des Fahrzeuges übertreffen. Weiter kann die Schuldfrage von einem KFZ-Sachverständigen entscheidend sein, wenn der Unfall aufgrund eines technischen Versagens verursacht wurde.

Die Kosten für den KFZ Sachverständigen übernimmt immer die Versicherung der schuldigen Partei. Das gilt, auch wenn diese bereits einen eigenen Sachverständigen bestellt und entsandt hat. Die einzige Ausnahme sind Bagatellschäden, die einen Streitwert von unter 700 € haben. Weiter gilt die freie Wahl eines unabhängigen KFZ Sachverständigen. Die gegnerische Versicherung hat kein Recht vorzuschreiben, welcher Sachverständiger mit einbezogen wird und Selbiges gilt auch für die Reparaturwerkstatt, welche ebenfalls frei gewählt werden darf.

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